29.01.2013 | Spitzzüngiges Federvieh

VS-Zollhaus (wib). Im Zollhaus war der Gockel los. Auch im 58. Jahr des Bestehens gab sich das örtliche Geflügel kein bisschen leise und zeigte, was es als närrisches Federvieh drauf hat. So wurde der Gockelball wieder ein Erfolg.Die Fasnet lief im Zollhaus zur Hochform auf, und es passte kein Federbusch mehr in den Saal.

 

Nach Ansage der Pinguine Marco und Andreas eröffnete erstmals Melanie de Surmont mit einem satten Gong Schlag 19.59 Uhr den Gockelball und überließ dann den zwei Necklemern (Heike und Ralf Kempter) das Feld. Die hatten wieder zu allem und jedem etwas zu sagen, bieten die Geschehnisse doch reichlich Gelegenheit für spitzzüngige Kommentare. Darauf fühlten im Bewerberforum des neuen Zen­tralklinikums (Melanie und Philippe de Surmont, Carolin Hauser) Arzt und Krankenschwester dem Koch auf den Zahn.

Keine Zeit blieb auszuspannen: In den Pausen sorgte das Duo Pop Alpin übergangslos weiter für Stimmung. Begeistert war das närrische Publikum von der flotten Sohle, die Tanja Hummel, Ramona Bühler, Sarah Brunner und Laura und Marlene Brugger als Tanzensemble aufs Parkett legten.

Der Michel aus Schwenningen machte den dusslige Giggl. Genau ein Jahr ist es her, dass er sich für das Gocklerhäs erweichen ließ. In schönsten Reimen berichtete das närrische Wortgefecht zwischen Michael Schopfer und Ingrid Anders von Hühnerplage und so manchen Erlebnissen beim Schnaps am frühen Morgen während der hohen Tage. So schnell wird der Lästerer auch nicht seinen ersten Umzug als Gockel vergessen, bei dem – er hat "oafach z’guet troffe" – die rohen Eier den Leuten nur so "nabgloffe" sind.

Kaum ausgelacht erlebten die Besucher mit dem Männerballett (Ralf und Daniel Brunner, Stefan Wiesbaum, Jochen Hauser und Bruno Hildebrand) den Höhepunkt des Programms. Die Herren erzählten dem sich kringelnden Publikum die Geschichte vom Rotkäppchen, wie sie wirklich war. Es war nämlich nicht der Jäger, der den Wolf erlegt hat. Der arme Bösewicht ist vielmehr unterm Traktor verendet.

Zum guten Schluss machte der gemeinsam gesungene Zollhaus-Schunkelwalzer noch Laune und leitete zum Tanz über. Der Abend war noch lange nicht vorbei, und es gab für jeden noch ein – hartgekochtes – Ei.

Text: Schwarzwälder Bote (29.01.2013) | Bild: Bartler-Team